Stadtteilküche
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Stadtteilküche 1Seit 7 Uhr schälen und würfeln 1-Euro-Jobberinnen säckeweise Kartoffeln. So verdienen sie 1,40 Euro pro Stunde zu ihrem Arbeitslosengeld dazu. Für 90 einkommensschwache Mittagsgäste und zwei Altentagesstätten kochen sie im "Pottkieker", einer gemeinnützigen Stadtteilküche im Hamburger Problemviertel Dulsberg, heute Kartoffelsuppe mit Brühwürsten. -
Stadtteilküche 2Kurz vor neun. Salat und Obst-Nachtisch sind fertig. Fetiye und Annette gönnen sich einen Kaffee vor der Frühstückspause. (alle Namen geändert) -
Stadtteilküche 3Gleich gibt es Frühstück für alle. In der bunt zusammen gewürfelten Frauengruppe wechseln sich ernste Gespr#che über kranke Eltern, Schulden und Problemkinder immer wieder mit Witzeleien und Späßen ab. "Wir sind hier wie eine Familie, wir sind nicht allein", sagt Elvira. Murren über Drückeberger inbegriffen. (alle Namen geändert) -
Stadtteilküche 4Für Florence sind heute zehn Monate staatlich verordneter gemeinnütziger Arbeit um. Blumen zum Abschied. "Vergiss uns nicht. Komm uns besuchen", heißt es. Und: "Lass dir eine Kundenkarte machen, dann kannst du bei uns essen." (alle Namen geändert) -
Stadtteilküche 5Fetiye kämpft ihre privaten Sorgen mit frechen Sprüchen nieder, während sie Salatteller in Folie verpackt. Viele der älteren Gäste nehmen freitags eine zweite Essensportion mit nach Hause. Fürs Wochenende. (alle Namen geändert) -
Stadtteilküche 6Um elf Uhr ist die Suppe beinahe fertig gekocht. Die ersten Mittagsgäste kommen - wie jeden Tag - eine halbe Stunde vor der Zeit und warten im Speiseraum gemeinsam auf die Essensausgabe. -
Stadtteilküche 7Gemeinnützig hin oder her, die Stadtteilküche muss die Hygienestandards wie jede andere Großküche erfüllen. -
Stadtteilküche 8Die Jüngste des Teams hat schon wieder den Schalk im Nacken. Küchenchefin Sabine nimmt's mit Humor und übt sich in Geduld. In ein paar Stunden ist Wochenende. (alle Namen geändert) -
Stadtteilküche 9Suppe mit Wurst oder Nudeln mit Gulasch für 2,60 Euro inklusive Getränk und Nachtisch. Salat 50 Cent. "Die älteren koennen nicht mehr selbst kochen und kommen sonst auch nicht unter Leute", sagt Melanie. Fär sie ist es ein gutes Gefuehl, anderen zu helfen. (alle Namen geändert) -
Stadtteilküche 10Nach der Essensausgabe wieder Saubermachen. Gaby arbeitet schon zum zweiten Mal im "Pottkieker". Diesmal hat sie aus Versehen vier Tage zu früh angefangen. Ohne Bezahlung. "Egal", sagt sie. "Ich bin gerne hier." (alle Namen geändert)
Aufnahmezeit:
7. Mai 2010 - 8:44
7. Mai 2010 - 8:44
Stadt:
Hamburg
Hamburg
Fotograf/in:
Martina Nolte
Martina Nolte
Beschreibung:
1-Euro-Jobberinnen im „Pottkieker“, einer gemeinnützigen Stadtteilküche im Hamburger Problemviertel Dulsberg. Sie kochen hier täglich über 200 Mahlzeiten und geben diese an Einkommensschwache und Obdachlose aus.